Siebert/Becker: Betriebsverfassungsgesetz – Kommentar für die Praxis

12. März 2008 | Von | Kategorie: Arbeitshilfen für Betriebsräte, Veröffentlichungen

Rechtsanwalt Rüdiger Helm hat an der neuen Auflage des bewährten Kommentars Siebert/Becker zum Betriebsverfassungsgesetz mitgewirkt. Knut Becker hat den bewährten auch für Laien verständlichen Kommentar des Weiteren mit RA Krikor Seebacher, Eckart Stevens-Bartol (Vorsitzender Richter am Landessozialgericht München) und Thomas Wamsler, IG-Metall Sekretär verfasst.

Auszug aus der Beschreibung des Verlages:

„Herkömmliche Kommentare zum Betriebsverfassungsgesetz richten sich schwerpunktmäßig an Arbeitgeber und Volljuristen. Anders das Werk von Becker und Siebert. Der Kommentar wurde speziell für Betriebsräte und hauptamtliche Gewerkschafter und deren Rechtsberatungsstellen verfasst.

Immer auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber!

Die 11. Auflage des vollständig überarbeiteten Kommentars zum Betriebsverfassungsgesetz kommentiert prägnant und umfassend alle relevanten Probleme des kollektiven Arbeitsrechts. Das Werk überzeugt durch eine klare Systematik, eine praxisgerechte, an der Rechtsprechung der Arbeitsgerichte orientierte Darstellung und Konzentration auf das Wesentliche.

Der Kommentar ist speziell für Betriebsräte und Gewerkschafter konzipiert. Das Betriebsverfassungsgesetz wird mit vielen Praxistipps und Musterschreiben kommentiert. Anhand von ausführlichen Beispielen werden komplizierte Sachverhalte verdeutlicht. Ein Hauptanliegen der Autoren ist, nicht nur Wege und Möglichkeiten, sondern auch „Tricks und Kniffe“ für eine aktive und erfolgreiche Interessenvertretung aufzuzeigen. Die Positionen der Arbeitnehmerseite werden deutlich herausgearbeitet und untermauert, wobei dem Werk insbesondere die langjährigen Erfahrungen der Autoren in der Praxis zugutekommen. So ist der Kommentar auch weiter das Werkzeug für eine aktive, mutige und intelligente Interessenvertretung.

Die Neuauflage berücksichtigt die Entwicklungen bis einschließlich Juli 2007. Das am 01.08.2006 in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und seine Folgen für die Mitbestimmung sind dabei ein Schwerpunkt der Neubearbeitung.“

Online zu erwerben bei Lexis/Nexis oder jeder guten Fachbuchhandlung.
(Leserstimmen siehe Kommentare)

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2 Kommentare
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  1. Eine Besprechung von Detlef Fricke für AiB:

    „parteilich, qualifiziert und praxisorientiert“

    Eine Besprechung des Kommentars von Siebert/Becker Betriebsverfassungsgesetz 11. Auflage, erschienen in LexisNexis Verlag, Münster 2008

    „Betriebsverfassungsrechtliche Großkommentare gibt es eine Vielzahl. Die Bedeutung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Tätigkeit von Betriebsräten liegt auf der Hand. In den Unternehmen und Betrieben wird entschieden über Arbeitsplatzabbau, Verlagerung, Arbeitszeiten, Personalpolitik – alles mit erheblichen Auswirkungen auf die Situation der Beschäftigten. Deshalb beziehen beide Seiten Position, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, von welcher Seite die Kommentare kommen, erkennt man relativ rasch.

    Solche Großkommentare wie z. B. Däubler, Kittner, Klebe sind notwendiges Werkzeug jedes Arbeitnehmeranwalts, aber wo bleiben diejenigen, die eigentlich als erste mit diesem Gesetz umgehen sollen, nämlich die Betriebsräte.

    Die Autoren des Kommentars – neben dem Altvorderen Knut Becker, der die Vorgängerkommentare zusammen mit dem verstorbenen Gerd Siebert herausgegeben hat, die Arbeitnehmeranwälte Rüdiger Helm und Krikor R. Seebacher, der in Einigungsstellen erfahrene VRiLSozG Eckart Stevens-Bartol und der IG Metall Sekretär Thomas Wamsler – formulieren ihr Ziel: „ Die Praxistauglichkeit für den Alltag der Betriebsratsarbeit ist Hauptanliegen der Autoren. Werkzeug für aktive, mutige und intelligente Vertretung der Arbeiter und Angestellten „.

    Macht man den Praxistest, so ergibt sich: der Anspruch konnte realisiert werden.

    An drei Beispielen sei dies verdeutlicht:

    Im Betrieb tauchen neue Menschen auf, die der Betriebsrat nicht kennt, keine Info, kein Antrag gem. § 99 BetrVG, der Geschäftsführer sagt auf Nachfrage, das seien Werkverträgler, diese gingen den Betriebsrat nichts an. Eine Normalsituation im Rahmen der personellen Flexibilisierungsstrategien der Arbeitgeber.

    Unter den Überschriften Einbindung in die innerbetrieblichen Kommunikationssysteme, Arbeitsmittel, Arbeitsinhalte, Eingliederung in die Hierarchie, Eingliederung in die Arbeitsabläufe, Eingliederung in das Sicherheitssystem, Grad der Eingliederung gibt die Kommentierung zu § 99 BetrVG 34 einzelne Checkpunkte an, die von den Betriebsräten selbst überprüft werden können, nicht zu vergessen die wörtliche Zitierung der Rechtsprechung des BAG und die Darstellung der vom BAG entschiedenen Einzelsituationen.

    Eine systematische Hilfestellung nicht nur für Betriebsräte, sondern auch für Arbeitnehmeranwälte.

    Betriebsräten geht es –oder sollte es gehen- ja nicht in erster Linie um die Durchsetzung formaler Rechtspositionen. Ihr Interesse liegt ja in erster Linie an inhaltlichen Regelungen, die die Arbeitssituation der Beschäftigten erleichtern. Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse bei der Gestaltung von Arbeitzeiten –einem der Kernpunkte von Mitbestimmungsrechten – zu berücksichtigen, ist die Aufgabe der Betriebsräte. Was heißt dies konkret ? 13 Anforderungen formuliert die Kommentierung zu § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG. Anregungen zum eigenen Nachdenken.

    Oder: die Konflikte im Bereich des § 50 BetrVG – Zuständigkeit des örtlichen oder des Gesamtbetriebsrats- nehmen zu. Regelmäßig geht es dabei nicht um Profilierungsbemühungen der jeweiligen Vorsitzenden, sondern um die Durchsetzung von Unternehmerstrategien nach dem Motto, wenn schon Mitbestimmung, bei welchem BR Gremium komme ich eher durch. Wie hierzu eine betriebsrätliche Position erarbeitet werden kann, was zu berücksichtigen ist, welche Rechtsprechung des BAG in den einzelnen Mitbestimmungsbereichen vorliegt, wird umfangreich erläutert.

    Wer sich die Frage stellt, ob das zusammen geht : parteilich, qualifiziert und praxisnah, der sollte mit diesem Kommentar arbeiten. Es geht, und nicht nur für Betriebsräte, sondern auch für Juristen, die so arbeiten wollen.“

  2. […] zu dem Kommentar >>hier<< Tags: Arbeitshilfen für Betriebsräte, Betriebsratswahl, BetrVG, Kommentar, […]