Lidl & Co. in Sachen Arbeitnehmerbespitzelung

10. April 2008 | Von | Kategorie: Aktuelles, Presseschau

Der Spiegel titelte BESPITZELUNG IM BÜRO – Wenn der Chef James Bond spielt. RA Rüdiger Helm gab als entsprechend versierter Arbeitnehmeranwalt seine kritische Stellungnahme zu den jüngsten Vorfällen bei Lidl & Co. ab. Die Fälle der versteckten Arbeitnehmerüberwachung sind auch der Kanzlei hinreichend bekannt. So klagen immer wieder Betriebsräte, dass der Arbeitgeber über elektronische Kassenleistungsübersichten, computergestützte Sprachtests oder versteckte Kameras direkt oder indirekt das Verhalten der Arbeitnehmer im Betrieb aufzeichnen und auswerten. Solche Methoden sind zum einen datenschutzrechtlich höchst bedenklich und moralisch ohnehin verwerflich. Dem Betriebsrat steht in diesen Fällen ein Mitbestimmungsrecht nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG zu, welches er im Notfall auch über eine einstweilige Verfügung auf Unterlassung derartiger datenschutzrechtlich brisanter Methoden durchsetzen kann. Dieses zwingende Mitbestimmungsrecht stellt sicher, dass der Arbeitgeber nicht willkürlich Daten seiner Arbeitnehmer sammeln und auswerten kann.

Zum Artikel bei Spiegel online >hier<

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